schön langsam wird’s

Was kommt in den nächsten Wochen und Monaten auf mich zu?

Hmmm, ja ehrlich gesagt ich hatte keine genau Vorstellung bzw. Ahnung was kommen wird. Sicher war nur, es werden viele Einheiten beim Physiotherapeuten sein. 10 Tage nach meiner OP im Klinikum Hochrum, wurden mir die Nähte entfernt und der erste positive Check gemacht. Streckung ist gut, Beugung könnte besser sein. Die Nähte waren entfernt und ich begann mit dem ersten Rehablock im PZI-Burtscher. In den ersten Tagen standen viele Mobilisationseinheiten und Lymphdrainagen am Plan. Am besten waren allerdings die Einheiten im Wasser. Sich ohne Krücken zu bewegen war am Anfang das Schönste. Leichtes Gehen und selbstständig Bewegungen durchzuführen ohne Schmerzen und Hilfe war Unterwasser sehr gut und hat mich voll motiviert. Warum sollte es nicht bald am „Land“ auch wieder funktionieren. Aber dieser Weg dauert dann doch etwas länger. Nach der ersten Woche der intensiven Therapie, gab es die ersten Gehversuche. Es fiel mir sehr schwer den vollen Druck wieder aufs Bein zu geben. Es hat sich so „weich“ und instabil angefühlt, dass ich mir nur beim Gewichtverlagern schon gedacht habe, wie soll ich mit diesem Bein einen Schritt machen? Doch mit einer Krücke zum Abstützen, war es nach kurzem hin und her Wippen ganz ok, aber hat sich total komisch angefühlt.
In diesen 2 Wochen haben wir jeden Tag fleißig am Vormittag und Nachmittag an der Streckung und Beugung gearbeitet und nach ca. 10 Tagen konnte ich ein paar Schritte ohne Krücken machen. Ich war „mega“ Stolz auf den Fortschritt und wie gut sich mein Knie anfühlte. Ich hatte nur selten Schmerzen und auch die Schwellung hat sich in Grenzen gehalten. Fazit nach dem Aufenthalt in Igls -> es läuft gut und ich freu mich auf den nächsten Therapieblock in Igls!

 

 

Die 2 Wochen in denen ich zuhause war, habe ich in MTZ Judenburg meine Therapie fortgesetzt. 3-4 mal in der Woche habe ich dort mit Arjen an der Stabilisation und Bewegung für mein Knie gearbeitet. Die erste Frage von Arjen war, was ich von ihm erwarte. „Ich möchte nach den 2 Wochen hier ohne Krücken rausgehen.“ Antwort Arjen:“ Etwas realistisches wäre schon nett!“ Ich: „Ja schau wir mal, i denk des wird sich schon ausgehen.“ Da die Beugung (wegen Schmerzen) noch immer etwas eingeschränkt war, haben wir viel in die Streckung gearbeitet. Mir war bis dahin nicht bewusst, bei wie vielen Übungen die Stabilität des Knies eine wichtige Rolle spielt. Die leichtesten Seilzug und Hantelübungen waren auf einmal gar nicht mehr so leicht. Normal stellst du dich hin, schaust, dass du gut und stabil stehst und machst deine Übungen, denkst gar nicht weiter darüber nach. Doch mit meiner Verletzung war das “ einfach stabil hinstellen“ schon die erste Herausforderung und die Hantel über den Kopf ziehen, gleich die Zweite. Doch auch hier konnte man nach einigen Einheiten schon wieder super Fortschritte sehen. Auch mein Knie hat die neue Herausforderung gut vertragen und ist weiter abgeschwollen. 5 ½ Wochen nach der OP habe ich meine Krücken in die Ecke gestellt. Ziel erreicht hätt ich gesagt 🙂

 

Wie geplant habe ich Anfang März in Igls im Hotel Römerhof mein Zimmer bezogen und einen zweiten Rehablock im PZI-Burtscher begonnen. Voll motiviert ging es gleich wieder vom ersten Tag an richtig zur Sache. Vormittag und auch am Nachmittag 2-3 Stunden, da wird’s einem nicht langweilig, das kann ich euch sagen! Da ich viel mehr aktive Sachen machen konnte als noch beim ersten Mal, wurden die Einheiten immer interessanter. Was versuchen wir heute neues oder muss ich die Übung von gestern erst noch besser machen um was neues zu probieren. Ausfallschritte, leichte Kniebeugen, Seilzug, Beinpresse und jeden Tag wurden die Übungen erweitert oder erschwert durch instabile Elemente, Ball zu werfen oder Jonglieren.

 

 

Nachdem sich bei der Beugung etwas getan hat, wurde auch der Ergometer eingebaut. Zwar nur kurze Einheiten von 2×15 min. am Tag und mit verkürzter Kurbel am Anfang aber bis zum Ende wurde es etwas länger und die Kurbel musste ich nur noch minimal verstellen. Wie schwer es ist eine Stiege runter zu gehen, hätte ich mir auch nicht gedacht. Rauf hatte ich es gleich mal raus aber runter sollte es noch etwas dauern, da war Geduld angesagt. Im Wasser habe ich es oft und viel geübt, doch am „Land“ ist es mir einfach schwer gefallen. Es entsteht ein etwas unangenehmer Winkel im Knie, wenn ich die Stiege runtersteige. Doch auch dies sollte sich bald legt.

Bin mit den Fortschritten wieder mega happy und freu mich die Reha zuhause weiter zu machen.

Ich möchte mich auf diesem Weg bei Dr. Christian Fink für die ärztliche Betreuung bedanken. Beim ganzen Team vom PZI-Burtscher speziell bei Christian, Julia, Flo und Raphaela, die mich in den letzten Wochen ausgehalten und auch teilweise ans Limit gebracht haben, sowie bei Mag. Horst Rieger und seinem Team vom MTZ Judenburg, für die Betreuung zu Hause.

Danke auch an Laura, Daniel und Brigitte vom Hotel Römerhof, die mich rundum versorgt und mich wie ein Familienmitglied aufgenommen haben.

 

 

Vor gut 2 Monaten habe ich gesagt: „Ich bin schon sehr gespannt und freu mich auf die Leute die mir über den, für mich, etwas anderen Weg laufen werden. Bis jetzt waren sehr viele tolle Menschen dabei und ich freu mich schon auf die nächsten, die ich durch meine Verletzung kennen lernen werde!“

 

 

 

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