Hola La Parva

Schön wieder hier zu sein. Jetzt geht das Skitraining los.

Auch für diesen Trainingskurs hab ich mir Ziele gesetzt und eine Plan zurechtgelegt, wie ich am besten dieses Camp anlege. Wichtig ist mein Knie nicht zu überbeanspruchen. Vor der Anreise hab ich mir überlegt 3 Tage Skifahren und 1-2 Tage Pause machen. Auf Grund der Höhe auf der wir hier trainieren, muss ich natürlich auch auf meinen restliche Körper hören. Mein konditioneller Zustand ist natürlich auch ein anderer als in den letzten Jahren aber mit einem guten Plan, sollte es schon funktionieren. Eine weiter Überlegung – wann werde ich bereit sein, die Abfahrt und über den Sprung hier zu fahren. Bis zum Ende dieses Camps will ich dies unbedingt machen.

Gestartet wurde dieses Camp mit Freifahren, um ein Gefühl für diesen Schnee zu bekommen und einer Riesentorlaufeinheit im eher flachen Gelände. Hier konnten wir perfekte winterliche Bedingungen vorfinden. Diese Verhältnisse nützten wir auch gleich für einen Skitest. Für mich war es auch ein erstes Herantasten an die „Hockeposition“ und an die Geschwindigkeit. Von Fahrt zu Fahrt hat es sich besser angefühlt und ich konnte mich immer mehr in die tiefe Position „rein klemmen“.

Weiter ging es im mittelsteilen Gelände mit weiten Abfahrts-Kurven, auch Gleitkurven genannt. Im ersten Moment war ich mit der Geschwindigkeit leicht überfordert. Bald kam aber auch bei dieser Einheit ein bisschen Vertrauen auf. Wie schon am Anfang gesagt, war es wichtig das Knie nicht zu überstrapazieren und so war an diesem Tag nach 6 Trainingsläufen auch wieder Schluss, um ganz sicher zu gehen. Somit waren die ersten 3 Tage in La Parva auch schon wieder vorbei. Der erste Pause Tag stand für mich an. Ich hatte zwar noch überlegt doch einen 4 Tag zu fahren und alles dafür vorbereitet, doch am morgen des 4 .Tages war mein Knie geschwollen und mein Gefühl sagte mir ,ich soll mich an meinen Plan halten , den ich mir zuvor zurecht gelegt hatte. Aus diesem Pause Tag wurden dann 2 Tage (wie geplant).

Die kommenden 3 Trainingstage starteten mit Abfahrtsgleitkurven. Eine Einschränkung für mich war der Start. Ich konnte mein rechtes Bein nicht so überstrecken wie es für den Start nötig ist. Klingt jetzt nach einer Kleinigkeit, aber mit einem guten, explosiven Start kommt man besser in einen Lauf hinein.Mit der Geschwindigkeit konnte ich immer besser umgehen und traute mir schon etwas mehr zu, als beim letzten Mal.

Einen Blick auf den Sprung neben unserer Trainingsstrecke hab ich schon geworfen. Morgen werde ich das erste Mal seit meiner Verletzung über einen Sprung fahren. Dieser ist zwar kein mega großer Sprung, aber als ich am Start für das Sprungtraining ( 2 Tore bis und 2 Tore nach dem Sprung wird gefahren) war ich schon sehr angespannt. Nicht mehr als die letzten Jahre als wir hier waren, aber irgendwie anders. Ich wollte auch unbedingt als erste unsrer Gruppe springen, um keine Reaktion der Mädels am Start mitzubekommen. Manchmal erwischt man den Sprung nicht so gut und wenn dann noch 6 Läuferinnen zusehen gibt es oft ein, ahhhh oder wow und das wollte ich mir ersparen, und einfach als erste runterspringen.

Erster Sprung: Voller Überzeugung hin gefahren und auch ganz ok gesprungen. Nicht die kompakteste Haltung in der Luft, aber ganz ok. Und ich war super happy das ich die Anfahrt zum Sprung hin durchgezogen, und nicht Tempo rausgenommen, habe. Nach 4 Sprüngen war aber – laut meinem Knie – genug. Für meinen Kopf und mein Gefühl wären mehr toll gewesen, aber ich war schon sehr zufrieden, überhaupt so springen zu können.

Nach diesem weiteren Schritt in Richtung Rennfahren, ging es am nächsten Tag an die Abfahrt. Die Abfahrtsstrecke in La Parva ist super zum Trainieren. Sie beinhaltet alles was man braucht. Sprünge, Flachstücke, Kompression, Wellen. Meine Überlegung am Anfang war es auf 2 Etappen zu versuchen, doch als es soweit war wusste ich, ich kann das, ich fahre vom Start bis ins Ziel ,ohne dazwischen mal stehen zu bleiben um zu sehen wie es geht. Es waren nicht meine überzeugendsten Fahrten, aber fürs erste Abfahrtstraining war ich sehr zufrieden. Körperlich fühlte ich mich super, mein Kopf sagte ein bisschen et            was anderes. Beim Mittagessen merkte ich erst wie müde ich war. Der Sprung am Anfang des Laufes, die hohe Geschwindigkeit und ein weiterer Sprung im Mittelteil machten mich „kopfmüde“. Ich war so eine Belastung , im Sinne von Konzentration, nach den langen Skipause nicht mehr gewöhnt. Ich beschloss, die nächsten 2 Tage nach Santiago hinunter zu fahren. Weg von der Höhe, um besser regenerieren zu können.

Die Tage in Santiago waren super. Im Hotel gab es einen Pool, wo ich Wassergymnastik für mein Knie machte und einen kleinen Kraftraum für ein Oberkörpertraining. Auch im großen Park Arauco hab ich mich viel aufgehalten und den Skatern und BMX-Fahrern zu zusehen. Ich finde so etwas sehr entspannend und interessant ,wie sie nach Stürzen sofort nochmal versuchen, den Trick oder Sprung zu stehen.

 

Zurück auf den Skiern, ging es mit Abfahrtstraining weiter. Ich merkte, dass ich viel bereiter war als noch am ersten Abfahrtstag. Langsam fängt es an mir zu gefallen, wieder „schnell“ den Berg runterzufahren, wobei schnell noch relativ ist 😉

Meinen Trainingsrhythmus mit 3 Tagen Skifahren und 1-2 Tage Pause behielt ich bis zum Schluss bei. Meinen Trainingsumfang im SG und Abfahrtsbereich hab ich am Ende doch etwas erhöht, was mir dann etwas auf den Kopfgefallen ist und ich die letzten 3 Tage nicht mehr Riesentorlauf trainieren konnte. Mein Knie war zwar nicht besonders geschwollen aber ich habe keinen Druck mehr auf den Ski gebracht, und dann habe ich mich auch nicht mehr getraut, voll Druck zu geben. Meine Trainer und ich beschlossen, die letzten Tage schon als Regeneration zu nützten, um bald nach dem Rückflug dafür mit weiteren Konditionstraining zu starten.

Ich haben in diesen 3 ½ Wochen mehr und besser Trainieren können, als davor zu erwarten war. Ich habe gehofft, am Ende dieses Trainingskurses soweit zu sein, um über die Abfahrt und die Sprünge fahren zu können und dieses Ziel hab ich erreicht. Im SG konnte ich mich auch technisch steigern und schon einige gute Schwünge zeigen. Das es noch viel zu tun gibt ist auch klar. Die Selbstverständlichkeit der letzten Saison ist noch weit weg aber nicht unerreichbar 😉

 

 

(c) nici schmidhofer

 

 

 

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