Weltmeisterin im Super G

Dass dieser Hang etwas Besonderes ist, wusste ich. Ich bin meine ersten Europacup Rennen auf dieser Strecke (Streckenname) gefahren. Von Beginn an hat es mir gut gefallen mit den vielen Übergängen, die man genau fahren muss um schnell zu sein. In den letzten Jahren war es jedoch so, dass es in der Abfahrt selten zu guten Ergebnissen gereicht hat. Im Super G hingegen waren immer Top Ergebnisse dabei. Auch bei der Generalprobe von 2 Jahren schaute ein 6 Platz für mich raus. Damals waren 1-2 kleine „Rutscher“ und Fehler dabei. Dieses Mal gelang mir aber ein Lauf, der für mich fast perfekt war. Dass es ausgerechnet bei der WM klappt, ist natürlich der Hammer!

img_4930Die Tage vor der WM in St. Moritz habe ich mich mit meinem Team in Saalbach/Hinterglemm trainiert. Es waren beste Bedingungen, nicht so aggressiv wie ich mir die Rennen in St. Moritz vorgestellt habe – aber egal Hauptsache – ich bekomme ein gutes Gefühl und ein gutes Timing am Schwungansatz. Gemeinsam mit dem kanadischen Herrenteam wurde Super G trainiert. Von Beginn an bin ich gut ins Fahren gekommen und konnte mich von Lauf zu Lauf steigern und immer direktere und frechere Linien ausprobierte. Am letzten Tag konnte ich dies gleich bei der ersten Fahrt umsetzen und wie wir alles wissen, muss es beim Super G bei der ersten Fahrt passen. Es fiel mir auch überhaupt nicht schwer diese enge Linie zu fahren, es ging mehr oder weniger von selbst und ich musste nicht viel darüber nachdenken.Am Start habe ich mir immer vorgesagt:“ Vorfahren und auf den Aussenski draufgehen!“ Da es beim Training damit gut funktionierte, dachte ich mir, ich versuch es beim Rennen auf die gleiche Art und Weiße.

In St. Moritz angekommen musste das erste Abfahrtstraining wegen zu viel Neuschnee abgesagt werden. Die Piste sah katastrophal aus, nachdem mit schweren Gerät der Neuschnee entfernt wurde. Ob sie bis morgen eine gute Piste für den Super G herbringen? Keine Ahnung, nicht zu viele Gedanken darüber machen und abwarten, was der morgige Tag bringt.

ALPINE SKIING - FIS Ski WC St. Moritz

Mein Moto war, das Ganze wie eine Weltcupwoche zu sehen und mich vom ganzen Rummel nicht rausbringen zu lassen. Aufs Skifahren konzentrieren, mein Bestes Skifahren so wie in Saalbach zu zeigen, dann wird schon was Gutes dabei rauskommen.

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Der Pressetermin im Tirolberg störte mich da auch nicht. -Gehört einfach dazu bei so einem großen Event. _ Die Augen waren sowieso auf andere gerichtet wie Lara Gut, Tina Weirather, Viktoria Rebensburg, Sofia Goggia usw.

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Am Renntag war das Wetter perfekt und auch der Rennhang in einem super Zustand, gegen jeder Erwartung nach dem abgesagten Abfahrtstraining. Bei der Besichtigung dachte ich mir, hmm die Übergänge sind ähnlich gesetzt, wie wir es letzte Woche trainiert haben. Ich war selten so schnell mit dem Besichtigen fertig und auch so überzeugt, wo und wie ich alles fahren werde. Im Nachhinein gesehen, war es bei meinem ersten Podestplatz in Cortina sehr ähnlich. Zum Glück ist mir dies erst danach bewusst geworden, sonst wäre ich bestimmt img_4972-1nervös geworden. Beim Interview nach der Besichtigung wurde ich wie immer über den Kurs usw. gefragt und warum das heute mein großer Tag wird. Meine Antwort: weil ich einfach gut Skifahren werde.

Dass ich danach erst gar nicht den Einfahrlauf zum Aufwärmen finden konnte, war wieder mal typisch –Ich-. Aber nicht einmal das hat mich aus der Ruhe gebracht. Ist doch egal, hab ich dann nicht soviel Zeit zum Nachdenken, wenn ich länger brauche zum Einfahren und Aufwärmen.

Alpine Skiing - FIS Alpine Skiing World Championships St. Moritz - Women's Super GUnd so war es dann auch. Ich war nur knapp 20min im Teamhospitality um mich umzuziehen und mein Knie gut aufzuwärmen. Gemeinsam mit Tamara bin ich dann zum Start gefahren. Es war ungewöhnlich ruhig am Lift, dass wir mal nix zum Reden haben gibt es ganz selten. Danach lief alles recht schnell ab, die Nummer 1 im TV angeschaut, ein paar Schwünge von der Stephi Venier und dann stand ich schon bald selbst am Start vom WM-Super G. Knapp eine Minute lang sagte ich mir immer wieder vor: „Buckerle“ machen, vorfahren und draufgehen. Dies konnte ich dann super umsetzten und zu meiner eigenen großen img_5537Überraschung leuchtete es im Ziel grün auf. Zum ersten Mal in dieser Saison und das, obwohl Lara und Tina vor mir gestartet sind. Ein Wahnsinns-gefühl kann ich euch sagen, da sind meine Emotionen nur so rausgeschossen aus mir im Ziel. Als ich zum Leaderboard kam, war ich richtig leer, körperlich und mental.

Da saß ich nun am Boden, hinter mir die rote Wand, wo jeder stehen möchte und vor mir der Fernseher, wo ich einer Läuferin nach 16508180_1363650777039799_2413561313582542125_nder anderen zuschaute, ob sie schneller ist als ich. Normal habe ich immer einen Spruch auf Lager, aber in den nächsten 45 min kamen mir nicht viel Wörter und schon gar keine Sprüche über
die Lippen. So nervös war ich seit der WM-Abfahrtin Beaver Creek nicht mehr. Als dann endlich die Christine Scheyer mit Starnummer 30 im Ziel war, konnte ich richtig durchschnaufen. Ich konnte es selbst gar nicht aussprechen, Weltmeisterin im Super G!

 

Das ganze Team hat sich mit mir gefreut und dass wiederum hat mich mega gefreut! Auch wenn Skifahren ein Einzelsport ist, man gewinnt zusammen und verliert zusammen. Ohne einem starken Team hinter dir, wirst du nur schwer etwas gewinnen. Ohne Servicemann keine schnellen Ski, ohne Trainer kein gutes Schneetraining und Tipps die mir weiterhelfen, ohne Physio‘s kein schmerzfreies Knie nach der Verletzung, ohne Dok (Dr. Fink und seinem Team) kein perfekt „repariertes“ Knie, ohne Teamkolleginnen kein gegenseitiges Pushen und vor allem nur der halbe Spaß 😉

 

Die Draufgabe an diesem genialen Tag in St. Moritz?

Dass meine Eltern vor Ort das Rennen gesehen haben. Es gibt nicht viele Rennen, wo es sich arbeitstechnisch bei ihnen ausgegangen ist, dass sie bei Rennen vor Ort zuschauen konnten. Ausgerechnet am Tag meines größten Erfolges waren sie aber live dabei und ich freu mich sehr darüber. Ihnen habe ich sehr viel zu verdanken und mit diesem Erfolg kann ich ein bisschen was zurückgeben.

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Ein kleiner Wermutstropfen war an diesem Tag dann doch dabei. Mein Fanclub der mich bei alle guten und vor allem bei schlechten Rennen und Jahren unterstützt hat war nicht in St. Moritz. Euch möchte ich auch danke sagen für eure Treue, eure Unterstützung und den Rückhalt den ihr mir gebt!!

 

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Hier noch Bilder von Gold-Tag

(c)gepa-pictures.com

(c)nici schmidhofer

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Weltmeisterin im Super G

Comeback geschafft

 

Die ersten Rennen nach meiner Verletzung sind geschafft.

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ALPINE SKIING - Training

Timing ist im Sport vor allem beim Skifahren, ein oft benutztes Wort, auch in meinem Fall ist es sehr passend. Ca. 10 Tage vor dem ersten Rennen in Lake Louise hörten die Schmerzen in meinem Knie auf. Die Trainingstage in Copper Mountain waren immer von Schmerztabletten und Physiotherapie begleitet. Jeden Tag das Knie gut hegen und Pflegen, damit am nächsten Tag wieder ein gutes Training möglich ist. Die 2 Tage Pause, als wir nach Nakiska wechselten, um endlich wieder Abfahrt und SG zu trainieren, waren in diesem Fall sehr gut für mich. An den ersten Speedtrainingstagen in Nakiska hatte ich noch leichte muskuläre Probleme, die ich mit unsren Physio Stefan zum Glück schnell in den Griff bekommen habe. Von einem Tag auf den anderen wurde es soviel besser, dass ich am Berg obwohl die Trainingsleistung nicht so gut war, ein fettes Grinsen im Gesicht hatte. Ein Wahnsinn kann ich euch sagen, es macht soviel aus vor allem auch im mentalen Bereich. Somit ging es mit einem schmerzfreien Knie und doch einigem Zweifel nach Lake Louise. Warum Zweifel? Naja das letzte Training mit großen Sprüngen war schon etwas her und im Training benötigte ich immer 2-3 Läufe um mich überwinden zu können. Bin ich wirklich schon soweit um Rennen zu fahren? Wird es für Punkte reichen?

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Ein großer Vorteil für mich in diesem Jahr in Lake Louise war, dass die Einfahrpiste zu wenig Schnee hatte und wir somit auf dem unteren Teil der Abfahrt einfahren konnten. Auch über den Zielsprung durften wir fahren und das war eine super Sache. Wenn du dir bei Sprüngen etwas unsicher bist, gibt es kaum etwas Besseres, als beim Einfahren die Möglichkeit zu bekommen über einen Sprung zu fahren.

 

 

ALPINE SKIING - FIS WC Lake Louise

Die ersten Abfahrtstrainings sind schon mal nicht so gelaufen wie erhofft. Mit Rückständen von fast 4 Sekunden gab es gleich eine richtige Packung. Technisch und von der Linie her hat alles gepasst, doch bei jedem Sprung hab ich etwas Tempo rausgenommen und dies summiert sich bis ins Ziel einfach. Ich wusste, dass es nicht leicht werden wird, aber die letzte Überwindung musste bis zu den Rennen einfach her, sonst wird es nichts mit Weltcuppunkten.

ALPINE SKIING - FIS WC Lake Louise

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Platz 24 und 18 in den beiden Abfahrten waren am Ende auf meinem Punktekonto. Ich war super happy darüber. Nach den Trainings habe ich kurz überlegt, ob ich überhaupt an den Start gehen soll, mit diesen großen Rückständen. Im nach hinein war es die richtige Entscheidung, denn Rennpraxis ist sehr wichtig nach einer Verletzung.

 

DALPINE SKIING - FIS WC Lake Louiseass es am Sonntag beim SG so super klappte und ich mit dem 8. Platz sogar mit einer Top 10 Platzierung, nachhause fahren konnte, war der absolutes Wahnsinn. Dieses Ergebnis war viel mehr, als ich mir erhofft oder je erwartet habe am ersten Rennwochenende.

 

Comeback geschafft

Hola La Parva

Schön wieder hier zu sein. Jetzt geht das Skitraining los.

Auch für diesen Trainingskurs hab ich mir Ziele gesetzt und eine Plan zurechtgelegt, wie ich am besten dieses Camp anlege. Wichtig ist mein Knie nicht zu überbeanspruchen. Vor der Anreise hab ich mir überlegt 3 Tage Skifahren und 1-2 Tage Pause machen. Auf Grund der Höhe auf der wir hier trainieren, muss ich natürlich auch auf meinen restliche Körper hören. Mein konditioneller Zustand ist natürlich auch ein anderer als in den letzten Jahren aber mit einem guten Plan, sollte es schon funktionieren. Eine weiter Überlegung – wann werde ich bereit sein, die Abfahrt und über den Sprung hier zu fahren. Bis zum Ende dieses Camps will ich dies unbedingt machen.

Gestartet wurde dieses Camp mit Freifahren, um ein Gefühl für diesen Schnee zu bekommen und einer Riesentorlaufeinheit im eher flachen Gelände. Hier konnten wir perfekte winterliche Bedingungen vorfinden. Diese Verhältnisse nützten wir auch gleich für einen Skitest. Für mich war es auch ein erstes Herantasten an die „Hockeposition“ und an die Geschwindigkeit. Von Fahrt zu Fahrt hat es sich besser angefühlt und ich konnte mich immer mehr in die tiefe Position „rein klemmen“.

Weiter ging es im mittelsteilen Gelände mit weiten Abfahrts-Kurven, auch Gleitkurven genannt. Im ersten Moment war ich mit der Geschwindigkeit leicht überfordert. Bald kam aber auch bei dieser Einheit ein bisschen Vertrauen auf. Wie schon am Anfang gesagt, war es wichtig das Knie nicht zu überstrapazieren und so war an diesem Tag nach 6 Trainingsläufen auch wieder Schluss, um ganz sicher zu gehen. Somit waren die ersten 3 Tage in La Parva auch schon wieder vorbei. Der erste Pause Tag stand für mich an. Ich hatte zwar noch überlegt doch einen 4 Tag zu fahren und alles dafür vorbereitet, doch am morgen des 4 .Tages war mein Knie geschwollen und mein Gefühl sagte mir ,ich soll mich an meinen Plan halten , den ich mir zuvor zurecht gelegt hatte. Aus diesem Pause Tag wurden dann 2 Tage (wie geplant).

Die kommenden 3 Trainingstage starteten mit Abfahrtsgleitkurven. Eine Einschränkung für mich war der Start. Ich konnte mein rechtes Bein nicht so überstrecken wie es für den Start nötig ist. Klingt jetzt nach einer Kleinigkeit, aber mit einem guten, explosiven Start kommt man besser in einen Lauf hinein.Mit der Geschwindigkeit konnte ich immer besser umgehen und traute mir schon etwas mehr zu, als beim letzten Mal.

Einen Blick auf den Sprung neben unserer Trainingsstrecke hab ich schon geworfen. Morgen werde ich das erste Mal seit meiner Verletzung über einen Sprung fahren. Dieser ist zwar kein mega großer Sprung, aber als ich am Start für das Sprungtraining ( 2 Tore bis und 2 Tore nach dem Sprung wird gefahren) war ich schon sehr angespannt. Nicht mehr als die letzten Jahre als wir hier waren, aber irgendwie anders. Ich wollte auch unbedingt als erste unsrer Gruppe springen, um keine Reaktion der Mädels am Start mitzubekommen. Manchmal erwischt man den Sprung nicht so gut und wenn dann noch 6 Läuferinnen zusehen gibt es oft ein, ahhhh oder wow und das wollte ich mir ersparen, und einfach als erste runterspringen.

Erster Sprung: Voller Überzeugung hin gefahren und auch ganz ok gesprungen. Nicht die kompakteste Haltung in der Luft, aber ganz ok. Und ich war super happy das ich die Anfahrt zum Sprung hin durchgezogen, und nicht Tempo rausgenommen, habe. Nach 4 Sprüngen war aber – laut meinem Knie – genug. Für meinen Kopf und mein Gefühl wären mehr toll gewesen, aber ich war schon sehr zufrieden, überhaupt so springen zu können.

Nach diesem weiteren Schritt in Richtung Rennfahren, ging es am nächsten Tag an die Abfahrt. Die Abfahrtsstrecke in La Parva ist super zum Trainieren. Sie beinhaltet alles was man braucht. Sprünge, Flachstücke, Kompression, Wellen. Meine Überlegung am Anfang war es auf 2 Etappen zu versuchen, doch als es soweit war wusste ich, ich kann das, ich fahre vom Start bis ins Ziel ,ohne dazwischen mal stehen zu bleiben um zu sehen wie es geht. Es waren nicht meine überzeugendsten Fahrten, aber fürs erste Abfahrtstraining war ich sehr zufrieden. Körperlich fühlte ich mich super, mein Kopf sagte ein bisschen et            was anderes. Beim Mittagessen merkte ich erst wie müde ich war. Der Sprung am Anfang des Laufes, die hohe Geschwindigkeit und ein weiterer Sprung im Mittelteil machten mich „kopfmüde“. Ich war so eine Belastung , im Sinne von Konzentration, nach den langen Skipause nicht mehr gewöhnt. Ich beschloss, die nächsten 2 Tage nach Santiago hinunter zu fahren. Weg von der Höhe, um besser regenerieren zu können.

Die Tage in Santiago waren super. Im Hotel gab es einen Pool, wo ich Wassergymnastik für mein Knie machte und einen kleinen Kraftraum für ein Oberkörpertraining. Auch im großen Park Arauco hab ich mich viel aufgehalten und den Skatern und BMX-Fahrern zu zusehen. Ich finde so etwas sehr entspannend und interessant ,wie sie nach Stürzen sofort nochmal versuchen, den Trick oder Sprung zu stehen.

 

Zurück auf den Skiern, ging es mit Abfahrtstraining weiter. Ich merkte, dass ich viel bereiter war als noch am ersten Abfahrtstag. Langsam fängt es an mir zu gefallen, wieder „schnell“ den Berg runterzufahren, wobei schnell noch relativ ist 😉

Meinen Trainingsrhythmus mit 3 Tagen Skifahren und 1-2 Tage Pause behielt ich bis zum Schluss bei. Meinen Trainingsumfang im SG und Abfahrtsbereich hab ich am Ende doch etwas erhöht, was mir dann etwas auf den Kopfgefallen ist und ich die letzten 3 Tage nicht mehr Riesentorlauf trainieren konnte. Mein Knie war zwar nicht besonders geschwollen aber ich habe keinen Druck mehr auf den Ski gebracht, und dann habe ich mich auch nicht mehr getraut, voll Druck zu geben. Meine Trainer und ich beschlossen, die letzten Tage schon als Regeneration zu nützten, um bald nach dem Rückflug dafür mit weiteren Konditionstraining zu starten.

Ich haben in diesen 3 ½ Wochen mehr und besser Trainieren können, als davor zu erwarten war. Ich habe gehofft, am Ende dieses Trainingskurses soweit zu sein, um über die Abfahrt und die Sprünge fahren zu können und dieses Ziel hab ich erreicht. Im SG konnte ich mich auch technisch steigern und schon einige gute Schwünge zeigen. Das es noch viel zu tun gibt ist auch klar. Die Selbstverständlichkeit der letzten Saison ist noch weit weg aber nicht unerreichbar 😉

 

 

(c) nici schmidhofer

 

 

 

Hola La Parva

Mein erstes großes Ziel

Chile war eines meiner großen Ziele in diesem Sommer. Von Anfang an war der 1 September (Abflug Chile) in meinem Kopf. Bis dahin will ich fit sein, ich will mit dem Team die Vorbereitung in La Parva starten. Bis dahin war es ein weiter und nicht ganz einfacher Weg.

Mein Reha-Training habe ich im April im MTZ Judenburg fortgesetzt. Teilweise war ich 5 Tage die Woche dort. Mein Physio Arjen hat mit mir sehr akribisch am Kraftaufbau gearbeitet. Wenn’s mal nicht so schnell gegangen ist, wie ich mir vorgestellt habe, hat er mir immer vorgerechnet, dass es sich schon ausgehen wird und es nicht immer nur bergauf gehen kann! Im nachhinein betrachtet muss ich sagen, waren es nur Kleinigkeiten, die mich oftmals etwas aus den Rhythmus gebracht haben.

Ab Mai konnte ich mit den Mädels der Speedgruppe gemeinsam auf Kondikurse fahren. Mein Trainingsinhalt und -umfang war zwar um einiges geringer, aber ich fand es super nach den vielen Einzeleinheiten in den letzten Monaten gemeinsam in einem Kraftraum zu sein und auch bei einzelnen Abschnitten der Radtour dabei sein zu können. Die Zeit verging so schnell und auch mein Knie und die Muskulatur entwickelten sich sehr gut. Ich hatte ganz selten Schmerzen – nur die Beugung war noch etwas eingeschränkt.

Anfang Juli war es dann mal Zeit für einen Urlaub. Seit Februar habe ich viel für mein Comeback gearbeitet und jz musste mal eine kleine Auszeit her. Eine Woche Zypern zum Tauchen ist perfekt gewesen. Im Aldiana Club gab es auch die Möglichkeit mein Krafttraining weiter zu machen. Eine ganze Woche nichts tun hab ich einfach nicht ausgehalten, denn bald sollte der Krafttest anstehen um zu sehen, woran ich noch arbeiten muss um Mitte August Skifahren zu können.

Dieser Krafttest Mitte Juli hat dann ein Ergebnis gebracht mit dem ich so nicht gerechnet hatte. Das mein rechtes Bein schwächer sein wird als mein linkes war mir klar aber dass der Unterschied so groß sein wird, hat mich doch etwas erschreckt. Der Unterschied betrug fast 50% um von Arzt die Freigabe zum Skifahren zu bekommen sollte der Unterschied nicht größer als 20% sein. Dieses Ergebnis hat mich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Auch wenn du alles gibst, gibt es keine Garantie dass dein Körper so mitspielt wie du es dir Vorstellst. Ein Teil dieses Tests war sehr gut, Schnelligkeit und Sprungkraft zum Beispiel, nur der direkte Vergleich beim Contrex hat dieses große Defizit aufgezeigt. Ob mein Plan im August Skifahren zu gehen noch mach bar ist, dessen war ich mir an diesen Tag nicht mehr sicher. Es blieben ca. 3 Wochen um nochmal richtig gas zu geben und das Defizit auszugleichen.

Meinen Trainingsplan haben wir darauf hin etwas umgestellt. Viel Zeit habe ich wieder in der Kraftkammer und am Mountainbike verbracht. Hauptaugenmerk immer das rechte Bein. Alles was ich machte, machte ich bewusst mit dem rechten Bein, Stiegen steigen, stehen, gehen, beim Biken mehr druck geben, im Training mehr Übungen als mit dem linken machen. Am 12. August war es dann soweit und ein weiterer für mich sehr entscheidender Test stand an. Ich hatte gut trainiert und mich gut darauf vorbereitet. Dieses mal müssen die Werte einfach passen, denn in ein paar Tagen sind die ersten Schneetage geplant. Die Werte waren richtig gut! Ich konnte mich super steigern und damit gab es auch die Freigabe von Dr. Christian Fink zum Skifahren.

Stelvio ich komme 😀

Die ersten Schwünge

Was soll ich sagen. Ich hab mich sooooo aufs Skifahren gefreut. Als ich am morgen aufstand, war alles wie immer. Ich habe oft darüber nachgedacht wie es sein wird aber irgendwie war alles ganz normal, wie immer, fast etwas enttäuschend. Doch als ich dann die Ski anschnallte war da ein Gefühl von purer Freude, etwas Nervosität und Dankbarkeit endlich wieder auf die Ski zu stehen. Gleich bei den ersten Schwüngen hab ich mich wohl gefühlt. Es funktionierte viel besser als ich mir erhofft hatte und mein Knie spürte ich kaum. Hätte ich keine Ohren gehabt, mein Grinser wäre ums ganze Gesicht gegangen. Einfach nur Skifahren, keine Stangen, keine Zeit, keine Vorgaben einfach nur Skifahren, es war einer der besten Tage in diesem Jahr. Nach 3 Tagen am Stelvio ohne Probleme mit dem Knie oder bei Skifahren ,war mir klar, mein erstes großes Ziel Chile erreicht zu haben.

Chile ich komme 😉

(c) nici schmidhofer

Mein erstes großes Ziel

schön langsam wird’s

Was kommt in den nächsten Wochen und Monaten auf mich zu?

IMG_20160209_111330Hmmm, ja ehrlich gesagt ich hatte keine genau Vorstellung bzw. Ahnung was kommen wird. Sicher war nur, es werden viele Einheiten beim Physiotherapeuten sein. 10 Tage nach meiner OP im Klinikum Hochrum, wurden mir die Nähte entfernt und der erste positive Check gemacht. Streckung ist gut, Beugung könnte besser sein. Die Nähte waren entfernt und ich begann mit dem ersten Rehablock im PZI-Burtscher. In den ersten Tagen standen viele Mobilisationseinheiten und Lymphdrainagen am Plan. Am besten waren allerdings die Einheiten im Wasser. Sich ohne Krücken zu bewegen war am Anfang das Schönste. Leichtes Gehen und selbstständig Bewegungen durchzuführen ohne Schmerzen und Hilfe war Unterwasser sehr gut und hat mich voll motiviert. Warum sollte es nicht bald am „Land“ auch wieder funktionieren. Aber dieser Weg dauert dann doch etwas länger. Nach der ersten Woche der intensiven Therapie, gab es die ersten Gehversuche. Es fiel mir sehr schwer den vollen Druck IMG_20160209_104655wieder aufs Bein zu geben. Es hat sich so „weich“ und instabil angefühlt, dass ich mir nur beim Gewichtverlagern schon gedacht habe, wie soll ich mit diesem Bein einen Schritt machen? Doch mit einer Krücke zum Abstützen, war es nach kurzem hin und her Wippen ganz ok, aber hat sich total komisch angefühlt.
In diesen 2 Wochen haben wir jeden Tag fleißig am Vormittag und Nachmittag an der Streckung und Beugung gearbeitet und nach ca. 10 Tagen konnte ich ein paar Schritte ohne Krücken machen. Ich war „mega“ Stolz auf den Fortschritt und wie gut sich mein Knie anfühlte. Ich hatte nur selten Schmerzen und auch die Schwellung hat sich in Grenzen gehalten. Fazit nach dem Aufenthalt in Igls -> es läuft gut und ich freu mich auf den nächsten Therapieblock in Igls!

 

 

Die 2 Wochen in denen ich zuhause war, habe ich in MTZ Judenburg meine Therapie fortgesetzt. 3-4 mal in der Woche habe ich dort mit Arjen an der Stabilisation und Bewegung für mein Knie gearbeitet. Die erste Frage von Arjen war, was ich von ihm erwarte. „Ich möchte nach den 2 Wochen hier ohne Krücken rausgehen.“ Antwort Arjen:“ Etwas realistisches wäre schon nett!“ Ich: „Ja schau wir mal, i denk des wird sich schon ausgehen.“ Da die Beugung (wegen Schmerzen) noch immer etwas DSCI0383eingeschränkt war, haben wir viel in die Streckung gearbeitet. Mir war bis dahin nicht bewusst, bei wie vielen Übungen die Stabilität des Knies eine wichtige Rolle spielt. Die leichtesten Seilzug und Hantelübungen waren auf einmal gar nicht mehr so leicht. Normal stellst du dich hin, schaust, dass du gut und stabil stehst und machst deine Übungen, denkst gar nicht weiter darüber nach. Doch mit meiner Verletzung war das “ einfach stabil hinstellen“ schon die erste Herausforderung und die Hantel über den Kopf ziehen, gleich die Zweite. Doch auch hier konnte man nach einigen Einheiten schon wieder super Fortschritte sehen. Auch mein Knie hat die neue Herausforderung gut vertragen und ist weiter abgeschwollen. 5 ½ Wochen nach der OP habe ich meine Krücken in die Ecke gestellt. Ziel erreicht hätt ich gesagt 🙂

 

Wie geplant habe ich Anfang März in Igls im Hotel Römerhof mein Zimmer bezogen und einen zweiten Rehablock im PZI-Burtscher begonnen. Voll motiviert ging es gleich wieder vom ersten Tag an richtig zur Sache. Vormittag und auch am IMG_20160315_111405Nachmittag 2-3 Stunden, da wird’s einem nicht langweilig, das kann ich euch sagen! Da ich viel mehr aktive Sachen machen konnte als noch beim ersten Mal, wurden die Einheiten immer interessanter. Was versuchen wir heute neues oder muss ich die Übung von gestern erst noch besser machen um was neues zu probieren. Ausfallschritte, leichte Kniebeugen, Seilzug, Beinpresse und jeden Tag wurden die Übungen erweitert oder erschwert durch instabile Elemente, Ball zu werfen oder Jonglieren.

 

 

Nachdem sich bei der Beugung etwas getan hat, wurde auch der IMG_20160303_155517Ergometer eingebaut. Zwar nur kurze Einheiten von 2×15 min. am Tag und mit verkürzter Kurbel am Anfang aber bis zum Ende wurde es etwas länger und die Kurbel musste ich nur noch minimal verstellen. Wie schwer es ist eine Stiege runter zu gehen, hätte ich mir auch nicht gedacht. Rauf hatte ich es gleich mal raus aber runter sollte es noch etwas dauern, da war Geduld angesagt. Im Wasser habe ich es oft und viel geübt, doch am „Land“ ist es mir einfach schwer gefallen. Es entsteht ein etwas unangenehmer Winkel im Knie, wenn ich die Stiege runtersteige. Doch auch dies sollte sich bald legt.

Bin mit den Fortschritten wieder mega happy und freu mich die Reha zuhause weiter zu machen.

Ich möchte mich auf diesem Weg bei Dr. Christian Fink für die ärztliche Betreuung bedanken. Beim ganzen Team vom PZI-Burtscher speziell bei Christian, Julia, Flo und Raphaela, die mich in den letzten Wochen ausgehalten und auch teilweise ans Limit gebracht haben, sowie bei Mag. Horst Rieger und seinem Team vom MTZ Judenburg, für die Betreuung zu Hause.

IMG_20160301_191312Danke auch an Laura, Daniel und Brigitte vom Hotel Römerhof, die mich rundum versorgt und mich wie ein Familienmitglied aufgenommen haben.

 

 

Vor gut 2 Monaten habe ich gesagt: „Ich bin schon sehr gespannt und freu mich auf die Leute die mir über den, für mich, etwas anderen Weg laufen werden. Bis jetzt waren sehr viele tolle Menschen dabei und ich freu mich schon auf die nächsten, die ich durch meine Verletzung kennen lernen werde!“

 

 

 

schön langsam wird’s

Kreuzbandriss und Saisonende

So schnell kann es gehen. Super in Form und voller Selbstvertrauen ging ich in das erste Training von Cortina. Die Piste war der Hammer, viel Gripp, kaum Wellen und auch das Wetter mit blauen Himmel und viel Sonne versprachen eine super Speedwoche. Die Tage zuvor haben mein Servicemann Berni und ich am Material was ausprobiert und es hat sich super angefühlt. Gleich am Sonntag beim SuperG wollten wir es ausprobieren. Leider kam es nicht mehr dazu. Anders als in den letzten Jahren habe ich den 1. Teil der Abfahrt gut getroffen und habe viel Tempo aufgenommen. Als ich zum Sprung Duca d Aosta kam, hatte ich im Kopf, der Sprung geht nur ca. 25 Meter. Also kann ich doch frech bis zur Kante hinfahren. Ja im nachhinein ist es leicht reden. Warum machst du das bei einem Training, warum hast du den Ski nicht etwas angestellt davor um Tempo rauszunehmen. Hmm, ja jetzt frag ich es mich auch. Ich hab mir nichts dabei gedacht. Als ich dann doch weiter gesprungen bin, habe ich mich von der Höhe überraschen lassen und bin etwas nach hinten gegangen. Schon in der Luft habe ich mir gedacht, dass könnte knapp werden mit der Landung. Froh halbwegs gut gelandet zu sein, habe ich sofort etwas im Knie gespürt. Im ersten Moment habe ich mir gedacht „was war das? Kann ich weiterfahren? Neeeeiiiinnnn, geht gar nicht. Ich hatte sofort starke Schmerzen und habe abgeschwungen. Schon beim Abschwingen schossen mir viele Gedanken durch den Kopf. War das doch das Kreuzband oder vielleicht der Meniskus? Ist die Saison jetzt wirklich vorbei, ohne Stockerl und in super Form? Unser Teamarzt war recht schnell bei mir. Hat sich auch gleich mein Knie angeschaut und mir gut zugeredet. Naja in dieser Situation wird dir bestimmt kein Arzt sagen, dass dein Kreuzband wahrscheinlich gerissen ist. Erst wollte ich mit dem Skidoo runterfahren, doch unser Arzt meinte es sei besser mit dem Akia.

Mein Knie ist schon im Rennanzug so angeschwollen, dass ich direkt ins Hotel wollte und weiter nach Innsbruck zur Untersuchung. Doch mit der Ambulanz ging es zu erst ins Medicalcenter von Cortina zum Röntgen um einen Bruch bzw. eine Absplitterung ausschließen zu können. Zum Glück sind die Knochen ganz geblieben. In Innsbruck wartete am späten Nachmittag schon Dr. Christian Fink auf mich, der mir dann die Diagnose Kreuzbandriss und Innenbandriss sofort und ohne MRI bestätigt hat. Bei der MRI Untersuchung wurde dann noch eine Einblutung der Patellasehne und die Meniskusverletzung festgestellt. Am gleichen Abend wurde ich noch in Hochrum operiert.

Der Blick ist schon wieder nach vorne gerichtet. Anfang Februar werde ich mir der Reha beginnen und freu mich schon auf die Herausforderungen, die in den nächsten Wochen auf mich zukommen.

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danke an mein team für die startnummer

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Kreuzbandriss und Saisonende

Heimweltcup Zauchensee

 

Super Wochenende für mich beim Heimweltcup in Zauchensee!

Bei top Verhältnissen fand das erste Mal seit 12 Jahren wieder eine Sprintabfahrt mit 2 Durchgängen statt. Auf dieser sehr kurzen, aber technisch anspruchsvollen Abfahrt in Zauchensee habe ich mich sofort wieder wohl gefühlt. Genau dieser Abschnitt liegt mir sehr gut. In den 2 Trainings konnte ich wieder vorne mitfahren und war für das Rennen guter Dinge, dass es endlich mit einer top 5 Platzierung klappt. Bei den Trainingsläufen gab es kaum Schwierigkeiten für die Läuferinnen. Doch wie so oft, wird im Rennen viel mehr riskiert und schnell wurde klar, die Kompression wird eine Schlüsselstelle sein! Mein erster Lauf war sehr gut mit Rang 6. Auf das Podium fehlten 0,30sec und es gibt ja einen 2. Lauf. Also es ist noch möglich in die top 5 bzw. auf das Podium zu kommen. Am Start vor dem 2 Lauf war ich sehr nervös, in letzter Zeit bin ich selten 2 Durchgänge gefahren. Einige vom österreichischen Team sind in der Kompression ausgeschieden. Am Start hab ich noch die Info bekommen: „Bei diesem Tor musst du ganz eng sein, dann ist es überhaupt kein Problem.“ Mhmm einfach nur eng sein, was soll schon schief gehen, ich fahre so konstant in den Trainings, da werde ich doch heute auch 2 mal gut runterfahren können. Als ich durchs Ziel fuhr und die 1 aufleuchtete war es ein tolles Gefühl und jeder der es gesehen hat, weiß wie ich mich gefreut habe. Mit 0,40 Vorsprung auf Viki Rebensburg, die am Vortag das Training gewonnen hatte, kam der Gedanke, dass könnte sich mit dem Podium heute noch ausgehen. Dem war leider nicht so. Es wurde ein richtig cooles Finish, wo eine Bestzeit nach der anderen gefahren wurde. Am Ende wurde es Rang 5 und mein bestes Saisonergebnis.

Wie anstrengend 2 Abfahrtsdurchgänge sind, habe ich am Nachmittag gespürt. Ich war so was von „leer im Kopf“ unglaublich. Bei der Siegerehrung haben andere Athletinnen dasselbe gesagt, für den Kopf ist es sehr anstrengend und ganz anders als beim Riesentorlauf, weil einfach mehr Adrenalin ausgeschüttet wird. Am Ende des Tages ist es ein tolles Event, das jedenfalls potential hat. Mir ist eine lange Abfahrt aber doch lieber 😉

 

Neuer Tag, neues Glück!

Nach dem langen Abfahrtstag geht es mit einem SG weiter. Viele Kurven wurden nicht gesetzt, aber die 3, die es gab, waren für mich verdammt schwer zu fahren. Eigentlich ist es meine Stärke, doch an diesen Tag habe ich meinen Aussenski nie richtig „gefunden“. Ich war immer etwas zu viel am Innenski und konnte so den nötigen Druck nicht auf den Aussenski bringen. 2 Drittel des Rennens waren super, doch der Mittelteil ging voll daneben. Ich dachte mir – das ist doch keine Besichtigungsfahrt, was rutscht du den so rum! Zum Davonlaufen war diese Situation. Im Ziel war ich Zweite, gar nicht so schlecht für diese Fahrt hab ich mir gedacht. Doch als dann die Besten im Ziel waren und ich als 7. Platzierte um 0,20 sec das Podest verpasst hatte, war ich sehr enttäuscht über meinen Mittelteil und angefressen. Es wäre so viel mehr möglich gewesen bei diesem Rennen. Ich weiß, dass ist Jammern auf hohen Niveau, aber ich will halt mehr und jetzt heißt es weiter arbeiten, damit es beim nächsten Mal klappt.

 

Vielen Dank an die vielen Fans und meinem Fanclub, der zahlreich vertreten war 🙂

Bilder © gepa-pictures.com

Heimweltcup Zauchensee