Start in die Olympiasaison

Anfang November ging es zur finalen Vorbereitung Richtung Amerika. In Copper Mountain wurde der Trainingsschwerpunkt nochmal auf das Speedtraining gelegte. Ich IMG_2745konnte mit mein Servicemann Berni noch einiges am Material tüfteln. Den letzten Feinschliff für die ersten Rennen in Lake Louise, wollten wir uns in Nakiska holen, leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete schon bei der Ankunft und es waren nur 2 eher bescheidene Trainingstage möglich. Nicht ganz der Abschluss einer Vorbereitung wie ich es mir vorgestellt habe aber gegen das Wetter kann man eben nichts machen.

 

 

 

Lake Louise 

ALPINE SKIING - FIS WC Lake LouiseDie erste Rennwoche in Lake Louise gestaltete sich schwieriger, als ich gedacht hatte. Ich war gut drauf, doch bei den zwei Abfahrten kam ich nicht richtig ins Fahren. Richtige Fehler waren nicht dabei und die Zeit ging in Passagen verloren, wo ich in den letzten Jahren immer sehr schnell war. Auch die von mir erwartete Steigerung in den Gleitstücken konnte ich nicht umsetzten. Natürlich habe ich mir selber mehr erhofft, aber an manchen Tagen läuft es eben und an anderen wieder nicht. An diesen Tagen lief es eindeutig nicht!

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Doch am Sonntag sollte es besser für mich laufen! Ich habe mich von denAbfahrtsergebnissen nicht drausbringen lassen und den ersten Podestplatz seit einiger Zeit rausgefahren. Mit dem dritten Platz im Super-G gelang mir noch ein fantastischer Abschluss in Lake Louise und somit ein toller Start in die Saison. Mir ist damit ein großer Stein vom Herzen gefallen und endlich habe ich die Trainingsleistung auch im Rennen umgesetzt.

 

St. Moritz

Kaum zurück in Europa ging es weiter nach St. Moritz. Als ich die Ortstafel sah, hatte ich gleich einen fetten Grinser im Gesicht. Die Rennen waren zwar nicht am WM-Hang, IMG_3225sondern auf der Weltcupstrecke wie die Jahre zuvor aber das war mir egal. Alleine die Rückkehr in den WM-Ort von 2017 hat viele positiven Gefühlen in mir ausgelöst. Auf der Weltcuppiste bin ich die Jahre zuvor auch immer gut gefahren, aber an diesem Wochenende sollte es eben nicht sein. Am Samstag hatte ich mit der Startnummer 5 nicht so eine gute Sicht, wie die Läuferinnen nach mir. Nichtsdestotrotz hätte ich besser Skifahren müssen! Besser mit den Wellen mitgehen und mehr attackierten auch wenn die Bodensicht schlecht ist. Vielleicht war ich auch ein Stück zu nervös, da mich jeder auf den WM-Titel im letzten Februar angesprochen hat und ich das Gefühl hatte, jeder erwartet von mir hier das Moritz, Stephi, Conny, Lara
nächste Stockerl bzw. den 1 Weltcupsieg. Der 13. Platz entsprach natürlich nicht meinen Erwartungen, doch mit den unterschiedlichen Sichtverhältnissen die bei diesem Rennen waren, kann ich damit gut leben. Es sollte doch eine 2. Chance am Sonntag geben.

Dies 2. Chance wurden jedoch durch die berühmte Malojaschlange zunichte gemacht. Erst wurde die Startzeit verschoben und nach kurzem zuwarten gab es dann die Absage. Die Entscheidung war aus meiner Sicht richtig. Bevor man ein weiteres Rennen mit verschieden Sichtverhältnissen fährt, ist es mir lieber, kein Rennen zufahren.

Val d´Isere

Nach 2 Tagen zuhause, ging es schon wieder weiter nach Val d´Isere.

Powderday
Aufgrund des starken Schneefalls gab es keine Abfahrtstrainings. Statt dessen gab es zwei Tage im Tiefschnee. Ohne Trainings keine Abfahrtsrennen und daher wurde am Samstag der abgesagten St. Moritz Super-G nachgetragen. Mit einem Schmididrifterl zu viel verpasste ich als 4 knapp das Podest. Mit einem Stockerl im Gepäck lässt es sich leichter aushalten neben dem Podest zu stehen. Eine kleine Enttäuschung bleibt dennoch.

 

Dieses mal gab es am Sonntag wirklich eine 2 Chance. Mit der Startnummer 2 ging Anna in den zweiten Super-G und am Start habe ich mir schon gedacht, was für eine coole ALPINE SKIING - FIS WC Val d IsereFahrt und sie wird nur sehr schwer zu schlagen sein. Ich behielt recht und es war niemand schneller als Sie. Im Oberenteil konnte ich mit Anna gut mithalten, im Mittelteil war ich dann eine Spur zu gerade und das an der ungünstigsten Stelle, den danach ging es leicht bergauf. Bis zur nächsten Zwischenzeit ließ ich gleich sieben Zehntel liegen. Im Ziel hatte ich eine gute Sekunde Rückstand auf Anna. Am Ende reichte es für einen 8. Platz.

 

Der Dezember war ein harter Monat. Es ging richtig Schlag auf Schlag mit den Rennen. Körperlich bekam ich dies gleich nach den Rennen in Val d´Isere zu Spüren. Kaum zuhause wurde ich krank und lag 4 Tage im Bett. Die geplante Vorbereitung in Bad Kleinkirchheim war somit nicht so super wie erhofft. Ich konnte nur 1 Tag dort trainieren und dies auch nicht im vollen Umfang. Für mich ist die Strecke dort eine der schwierigsten, da es sehr finster und unrhythmisch ist.

Die Rennpause war sehr lange und ich freu mich wenn es am Wochenende endlich weitergeht!

 

 

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